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05.07.2001 / Feuilleton / Seite 0

Am Fall vorbei

In Halle arbeitet Peter Sodann mit »Eisermanns Tod« dem Wegsehen entgegen

Norman Müller

Es ist nicht so, daß Jakob Ruben Eisermann in Deutschland schlecht behandelt worden wäre. Nachdem er Theresienstadt und Auschwitz überlebte, konnte er mehrere Jahrzehnte an einer deutschen Bühne als Schauspieler sein Bestes geben und Perücken tragen, die aus den Haaren seiner Mitinhaftierten bestanden. Eisermann ist tot. Bei dem Versuch einen Zeitungskiosk in Brand zu setzen, tötete er sich selbst. Staatsanwalt Bürgel (Johannes Gabriel) und sein Kollege Wengelohr (Lutz Teschner) vom LKA, die von der Journalistin Rebecca Fengler (Daniela Voß) genötigt werden, den »Fall Eisermann« neu aufzurollen, haben damit kein Problem. So können sie am Fall vorbei ermitteln.

Der 1954 in Dresden geborene Andreas Knaup entwickelt in seiner neuesten Arbeit, die von Peter Sodann am Neuen Theater in Halle uraufgeführt wurde, ein Szenario, das den deutschen Alltag als einen kollektiv pervertierten Zustand beschreibt.Staatsanwalt Bürgel kann jeglichen gesellschaftlich motiviert...

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