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30.05.2001 / Inland / Seite 0

Samenzuweisung

Künstliche Befruchtungsmethoden haben vor allem der Reinhaltung des deutschen Volkskörpers zu dienen

Eike Stedefeldt

Als am 3. April das Bundessozialgericht die gesetzlichen Krankenkassen zur Kostenübernahme für intracytoplasmatische Spermieninjektionen (ICSI) verpflichtete, wurde dies medial zu Recht als Erfolg gefeiert. Die Methode gibt es in der BRD seit 1993, und 1996 lag die Zahl der ICSI-Behandlungen bereits bei 16 000. Für die Kassen ist das Urteil angesichts von rund 1,5 Millionen ungewollt kinderlosen und rund 100 000 therapierten Frauen und Männern pro Jahr durchaus ein Schlag ins Kontor.

Kaum beachtet wurde hingegen, daß in Kassel durchweg Ehepaare die Kostenübernahme einklagten. Ursächlich dafür sind die dubiosen gesetzlichen Grundlagen nicht nur dieser speziellen künstlichen Befruchtungsmethode, und die obliegen vor allem der Bundesärztekammer. »Unmittelbare gesetzliche Aufgaben sind der BÄK u.a. im Rahmen der Qualitätssicherung sowie der Transplantationsgesetzgebung zugewachsen«, heißt es in deren Selbstdarstellung. Das ist sanft ausgedrückt, denn Teile des...

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