16.09.2014 / Inland / Seite 4

Gewalt im Asylheim

Jesiden und Christen in Angst: Übergriffe auf syrische Flüchtlinge durch Islamisten in Hamburg. Täter sollen Mitbewohner und Wachleute sowie Salafisten von außerhalb sein

Nick Brauns
Sie sind vor Bürgerkrieg und terroristischen Banden in ihrer syrischen Heimat nach Deutschland geflohen. Jetzt sehen sich christliche und jesidische Flüchtlinge in einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft erneut von Dschihadisten aus dem Umfeld der mittlerweile verbotenen Organisation »Islamischer Staat« (IS) bedroht. Darüber informierte Cansu Özdemir, Sprecherin für Soziales und Integration der Linksfraktion der Hamburger Bürgerschaft am Montag in einer Presseerklärung.

In der zentralen Erstaufnahmestelle für Asylsuchende in der Schnackenburgallee im Hamburger Stadtteil Stellingen leben zur Zeit rund 1000 Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern. Aufgrund der Überfüllung der Unterkunft müssen viele statt in Containern auch in beheizten Zelten wohnen. Neben reinen Männerzelten gibt es sogenannte Familienzelte, in denen Männer, Frauen und Kinder gemeinsam »ohne jegliche Kultursensibilität« untergebracht sind, beklagt Özdemir das Fehlen von Privatsphäre. Bis zu ...

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