09.09.2014
In der Strafkolonie
Martin Lechners Debütroman »Kleine Kassa« analysiert den Realhorror der Fachwerkidylle im niedersächischen Heidekreis
Von Andreas Böhme
Schulzeit, Lehre, Einstieg in die Arbeitswelt erleben nicht wenige junge Menschen als eine Farce der homerischen Epen. Zehn Jahre ackerst du, die verrammelten Tore Trojas, Beute und Belohnung vor Augen. Dann folgt eine mehr oder minder lange Odyssee, die viele in die Klemme zwischen Scylla und Charybdis schickt: dem Elend, keine Arbeit zu haben, und dem Elend, eine Erwerbsarbeit zu haben, in dessen Strudel Talente, Fähigkeiten, Hoffnungen und Wünsche versinken. Und ...
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