03.09.2014 / Inland / Seite 5

Betrogen von oben

Situation der Flüchtlinge in Berlin eskaliert weiter. Das Vertrauen in Politiker ist dahin, Aktivisten drohen, sich umzubringen

Jan Greve
Während die Bundesregierung weiter mit Waffenlieferungen Krisen und Kriege anheizt, werden in Berlin seit Monaten die Konsequenzen solcher Politik sichtbar. Die Flüchtlinge, die in den letzten Monaten durch ihre Präsenz auf dem Kreuzberger Oranienplatz auf sich und ihre Lage aufmerksam machten, stehen erneut vor einem Scheideweg. Seit gut einer Woche harren rund zehn von ihnen auf dem Dach eines ehemaligen Hostels in der Gürtelstraße in Berlin-Friedrichshain aus, in dem sie untergebracht worden waren (jW berichtete). Nachdem sie sich bis in die bundesdeutsche Hauptstadt vor Gewalt und Verfolgung retten konnten, sind sie nun erneut in einer lebensbedrohlichen Lage.

Im April dieses Jahres schien die Situation beruhigt, als eine vermeintliche Einigung zwischen den Bewohnern des Flüchtlingscamps auf dem Oranienplatz und dem Berliner Senat getroffen wurde. Bestandteil dieser Vereinbarung waren sorgfältige Prüfungen der Asylanträge, die Verlagerung dieser Verf...

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