22.08.2014 / Ausland / Seite 7

Scheinbare Ruhe

Ferguson: US-Justizminister Holder macht sich ein Bild von der Lage. Sicherheitskräfte halten sich zurück

Jürgen Heiser
Die Lage in Ferguson im US-Bundesstaat Missouri hat sich am Mittwoch (Ortszeit) und in der Nacht zum Donnerstag zunächst beruhigt. Unter dem Eindruck eines Besuchs von Justizminister Eric Holder hielten sich Nationalgarde und Sondereinheiten der Polizei zum ersten Mal seit Tagen im Hintergrund. Der allabendliche »Marsch für Gerechtigkeit« für den von Polizeikugeln durchsiebten Teenagers Michael Brown fand auf einem dafür von den Behörden freigegeben Areal statt. Noch am Vortag waren Versammlungen gegen Rassismus und Polizeigewalt, an denen zunehmend auch weiße Einwohner teilnehmen, gewaltsam aufgelöst worden. Fast 50 Personen wurden dabei festgenommen, unter ihnen die 90jährige KZ-Überlebende Hedy Epstein. Sie wurde in Handfesseln abgeführt, nachdem sie als Rednerin auf einer Kundgebung den von Gouverneur Jeremiah Nixon verhängten Ausnahmezustand kritisiert und mit 125 Aktivisten den Eingang seines Amtssitzes blockiert hatte.

Holder unterhielt sich in de...

Artikel-Länge: 4581 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe