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19.08.2014 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Ausbeutung durch Gelegenheitsarbeit

Simbabwe: Befristete Beschäftigung gehört zum Alltag. Betroffene weitgehend rechtlos

Michelle Chifamba/IPS
Ethel Maziriri hat vor vier Jahren an der Universität von Simbabwe ihr Examen in Sozialarbeit abgelegt. Allerdings arbeitet sie nicht in diesem Beruf, sondern als Kassiererin für eines der größten Textilunternehmen des Landes. Zufrieden ist sie damit nicht. Die Wirtschaftsprobleme in dem afrikanischen Staat ließen ihr jedoch kaum eine andere Wahl. ­Maziriri gehört zu denjenigen, die überhaupt noch etwas verdienen. Die Arbeitsbedingungen sind aber alles andere als ideal. Seit einem Jahr sitzt sie an Werktagen zehn Stunden lang an der Kasse und bringt im Monat umgerechnet etwa 80 US-Dollar nach Hause. Eine langfristige Anstellung hat sie nicht. Die meisten Mitarbeiter der Firma werden auf der Basis von Zeitverträgen für nur jeweils sechs Wochen beschäftigt. Manchmal würden Verträge sogar vorzeitig aufgelöst, wenn in dem Geschäft Geld oder Kleidung abhanden kämen, berichtet Maziriri. Löhne und Sozialbeiträge würden dann nicht weitergezahlt. »Man muß sehr auf...

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