01.08.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Betriebsrat? Gekündigt!

Einschüchtern, mobben, feuern: Windkraftanlagenhersteller Enercon hält gewählte Beschäftigtenvertreter offenbar für eine überflüssige Spezies

Florian Osuch
Bei Deutschlands größtem Hersteller von Windanlagen, dem Enercon-Konzern mit Firmensitz im ostfriesischen Aurich, spitzt sich die Situation um neugewählte Betriebsräte zu. In den vergangenen zehn Monaten wurden mit Unterstützung der IG Metall in Dutzenden Tochtergesellschaften teilweise erstmalig Betriebsräte gewählt. Bislang galt der Konzern als gewerkschaftlich wenig erschlossen. Grund hierfür ist auch die dezentrale und unübersichtliche Firmenstruktur. Der gesamte Produk­tionsprozeß der Windkraftanlagen ist in unzählige, rechtlich völlig eigenständige Firmen aufgesplittet. Im unübersichtlichen Geflecht ist jede Firma auf eine Tätigkeit spezialisiert, so zum Beispiel Forschung und Entwicklung, Eisengießerei, Turmbau der Windräder, Rotorblattherstellung, Produktion von Generatoren, Montage und Wartung. Diese Firmenstruktur erschwert eine flächendeckend Mitbestimmung.

Strafversetzt

Anfänglich hatte Enercon den Aufbau der Betriebsratsstrukturen zähneknirsc...

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