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28.07.2014 / Feuilleton / Seite 12

Zu arm, um gay zu sein?

Warum dieses Jahr in Berlin drei Christopher Street Days gleichzeitig stattfanden. Eine Bestandsaufnahme

Wolfgang Müller
Es ist überraschend, daß in Berlin dieses Jahr lediglich drei Christopher-Street-Days stattfanden, alle am selben Tag, dem 21. Juni; 35 Jahre nach dem ersten Berliner CSD 1979.

Es gab den Ur-CSD, der zur Siegessäule zog, dann das von politischen Parteien angeführte CSD-Aktionsbündnis, das sich nach Schöneberg bewegte und schließlich den Kreuzberger CSD.

Die Spaltungen oder Vervielfältigungen des CSD belegen, daß die LGBT-Diskriminierung (Lesbian, Gay, Bisexual und Trans) kaum isoliert von anderen sozialen oder politischen Themen betrachtet werden kann. Und so tauchte beim Kreuzberger CSD ein Transparent auf, auf dem stand: »Too poor to be gay!«

Der erste CSD

Im Jahr 1979 meldete der Schwulenaktivist Andreas Pareik den ersten CSD bei der Westberliner Polizei an. Er war gerade aus New York zurückgekommen und sehr beindruckt von der Vorbereitung des zehnten Jahrestages der Demonstrationen gegen die homophobe Polizeiwillkür, berichtet der Mitorganisator Ber...



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