Schwarzer Kanal
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19.07.2014 / Feuilleton / Seite 12

Rote Sonne

Der erdnächste Stern östlich der Oder: Kasia Gowickas und Magorzata Walentynowiczs minimalistische Hymnen

Radoš Riedl
Sun Ras Solar Myth Arkestra, John Coltranes »Sun Ship«, die »Sonnenbarke« der Einstürzenden Neubauten und Karlheinz Stockhausens »Setzt die Segel zur Sonne«: Der erdnächste Stern, ohne ihn wären wir nichts, fasziniert alle. Die polnische Komponistin Kasia Gowicka und ihre Landsfrau Magorzata Walentynowicz am Piano haben unlängst mit »Red Sun« ein Album veröffentlicht, das sich gut in dieser Gesellschaft macht. Gowicka und Walentynowicz gelingt eine sehr überraschende Musik. Gerade noch meinte man, der Klang würde zum Stillstand kommen, da nimmt er frappant an Fahrt auf. Behutsam gesetzte Klavierfiguren stehen neben solchen, die wie mit dem Hammer gespielt wirken. Hineinverwoben sind Clicks & Cuts, elektronische Splittersounds; zu ihnen gesellen sich somnambule Schleifen und filigranes Pochen.

Die beiden Künstlerinnen kommen aus der zeitgenössischen E-Musik: Kasia Gowicka ist Absolventin der Musikakademie Wroclaw; sie arbeitet für Oper, Tanz und Symphonie...

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