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11.07.2014 / Feminismus / Seite 15

Gegen Entfremdung

Im von Alice Schwarzer herausgegebenen Buch zum Thema Prostitution gibt es keine einfachen Antworten. Rechte Betroffener sollen gestärkt werden

Anja Röhl
Alice Schwarzer ist bei Männerbünden verhaßt, bei Linken umstritten. Der von ihr Ende 2013 initiierte und von vielen Prominenten unterzeichnete »Appell gegen Prostitution« hat heftige Kritik ausgelöst. Darin wird unter anderem die »Ächtung und, wenn nötig, auch Bestrafung der Freier, also der Frauenkäufer« gefordert. Ich habe mir das von Schwarzer herausgegebene Buch »Prostitution – ein deutscher Skandal« angesehen und festgestellt, daß es sich vor allem mit Beweisführung beschäftigt. Der Versuch, mit dem 2002 in Kraft getretenen Prostitutionsgesetz die Arbeitsbedingungen der in der Branche Tätigen zu verbessern, ist, so die Ausgangsthese, kläglich gescheitert.

Wie es dazu kam, ergründen im Buch zehn Autorinnen und ein Autor in 27 Reportagen. Alle Begründungen werden durch Selbstauskünfte Betroffener belegt. Alle Autorinnen haben mit Prostituierten gesprochen, sich als Arbeitsuchende in Flatratebordells ausgegeben, Interviews mit Freiern geführt, s...

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