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01.07.2014 / Inland / Seite 2

»Im Wohngebiet herrscht Ausnahmezustand«

In Berlin-Kreuzberg halten immer noch 40 Flüchtlinge ein altes Schulgebäude besetzt. Ein Gespräch mit Judith Demba

Markus Bernhardt
Judith Demba ist Sprecherin der »Landesarbeitsgemeinschaft Antifaschismus« der Linkspartei in Berlin

Seit Tagen weigert sich eine Gruppe von etwa 40 Flüchtlingen, die Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg zu verlassen und anderweitig untergebracht zu werden. Die Flüchtlinge wollen aus dem ehemaligen Schulgebäude nicht heraus, bevor ihnen der Senat das Bleiberecht zusichert. Können Sie die Forderung der Flüchtlinge nachvollziehen?

Selbstverständlich, diese Flüchtlinge haben sich wie Tausende andere auf den Weg gemacht, um jenseits von Hunger und Krieg eine Perspektive zu suchen, die einerseits ein menschenwürdiges Leben ermöglicht und andererseits darin besteht, als vollwertiges Mitglied einer – in diesem Fall unserer Gesellschaft – akzeptiert zu werden.

Arbeiten, leben und lernen zu können wie alle anderen auch, wird ihnen jedoch verweigert. Die Flüchtlinge haben nichts mehr als ihre nackte Existenz und investieren diese jetzt in eine ...


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