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25.06.2014 / Thema / Seite 10

Rangeln statt schmusen

Standpunkt. Die Lesben- und Schwulenbewegung sollte sich ihrer Geschichte ­erinnern. Daraus kann sie wichtige Schlußfolgerungen für politische Auseinandersetzungen ziehen

Markus Bernhardt
Der Christopher-Street-Day (CSD), der am vergangenen Wochenende etwa in Berlin von Zehntausenden Lesben, Schwulen, Trans- und Bisexuellen zelebriert wurde, hat seinen Ursprung im Jahr 1969. Damals, in den frühen Morgenstunden des 28. Juni vor nunmehr 45 Jahren, probten die sogenannten sexuellen Minderheiten erstmalig den Aufstand gegen eine anhaltende Serie brutaler Übergriffe und Repressionsmaßnahmen durch die Polizei. So kam es in Folge von neuerlichen Angriffen der Beamten auf die in der New Yorker Christopher Street gelegene Bar »Stonewall Inn« zu Straßenschlachten zwischen den Ordnungshütern auf der einen und Lesben, Schwulen und Drag Queens auf der anderen Seite.

Hatten die Homosexuellen die Diskriminierungen und gewaltsamen Übergriffe der Beamten bis dahin hilflos über sich ergehen lassen, setzten sie sich nun gegen die staatlichen Willkürmaßnahmen zur Wehr. Und das gleich über mehrere Tage hinweg. Aufgrund der unerwarteten Militanz der früheren P...

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