14.06.2014 / Ausland / Seite 2

»Viele Konzerne betreiben solche Machenschaften«

EU-Kommission will Steuertricks unterbinden. Das sagt sie jedenfalls. Ein Gespräch mit Detlev von Larcher

Gitta Düperthal
Detlev von Larcher, ehemals Bundestagsabgeordneter der SPD, ist Experte der Arbeitsgruppe Finanzmärkte und Steuern des globalisierungskritischen Netzwerks ATTAC

Die EU-Kommission hat angekündigt, sie wolle Steuertricks erschweren und besonders Konzerne wie Apple, Starbucks oder Fiat ins Visier nehmen. Warum hält sich Ihre Begeisterung über diesen Schritt in Grenzen?

Statt der seit langem bekannten und immer mehr zunehmenden Steuerungerechtigkeit endlich adäquat zu begegnen, leitet die EU-Kommission nur eine formelle Untersuchung ein. Sie will ermitteln, ob die Konzerne das Beihilferecht in der EU verletzt haben. Geprüft wird, ob es durch zu niedrige Steuern für Unternehmen oder Wirtschaftszweige in bestimmten Regionen zu Wettbewerbsverzerrungen gekommen ist.

Die EU-Kommission will sich nun so dem Thema nähern: Erhebt ein Staat besonders geringe Steuern, könnte das zum Ungleichgewicht zwischen den europäischen Staaten führen. Demzufolge könnte es den Wett...


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