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24.05.2014 / Ansichten / Seite 8

Eine Option verloren

Moskau und das Schanghai-Abkommen

Klaus Fischer
Moskau und Peking haben Washington eine Nase gedreht. Und Brüssel eins draufgegeben. Könnte man meinen. Mit dem am Dienstag in Schanghai vereinbarten langfristigen Liefervertrag von Energieträgern scheint Präsident Wladimir Putin den Westen geschickt ausmanövriert zu haben – einen Westen, der sich von Beschimpfungen über »Bestrafungen« bis zu Kriegsphantasien derzeit am alten Lieblingsfeind abarbeitet. Jegliche Wirtschaftssanktion aus Deutschland oder anderen weniger mächtigen EU-Staaten sieht indes klein aus, sollte sich die Russische Föderation mit der Weltindustriemacht China innig verbünden. Warum wirkt das Lächeln Putins dann so aufgesetzt, wenn er die Vereinbarungen lobt?

Bei seiner Rede auf dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg sparte der Präsident nicht mit Hinweisen – sowohl was seine Freude, als auch was seine Sorgen betrifft. Zunächst versetzte er den EU-Lenkern einen Schreck. Der Deal mit China sei so gewaltig, ...

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