08.05.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

»Faschismus pur«

Rußland wirft EU Verharmlosung rechter Gruppen in der Ukraine vor. Internationale Untersuchung des Massenmords in Odessa gefordert. Kiew verteilt Orden in Slowjansk

Rüdiger Göbel
Rußlands Außenminister Sergej Lawrow findet nach dem Brandangriff auf das Gewerkschaftshaus in Odessa mit Dutzenden Toten und mehr als 200 Verletzten deutliche Worte. Das, was am 2. Mai in der südukrainischen Hafenstadt geschehen ist, war »Faschismus pur«, so Moskaus Chefdiplomat. Dem Westen wirft er vor, das Anwachsen rechter Gruppen in der Ukraine auszublenden. Bei einer Blumenniederlegung anläßlich des bevorstehenden »Tages des Sieges« über den Hitler-Faschismus, den Rußland am 9. Mai mit Paraden feiert, sagte Lawrow am Mittwoch laut RIA Nowosti: »Seit vielen Jahren setzt man sich in Europa darüber hinweg, wie diese Ideologie neue Anhänger gewinnt, wie ihre Propagandisten Märsche zu Ehren ehemaliger SS-Schergen organisieren, die vom Nürnberger Tribunal als Verbrecher anerkannt wurden. Das aber, was jetzt vor sich geht, sind nicht mehr bloß Märsche mit Losungen, mit denen Naziverbrecher glorifiziert werden, das ist bereits Faschismus live.«

Rußland wer...

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