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05.03.2014 / Feuilleton / Seite 13

Kann ich wieder hingucken?

Damit der Fernsehapparat ausgeschaltet bleiben kann: Das war das erste »Obsessive Underground«-Filmfestival in Hamburg

Uschi Panda
Wir leben in einem Land, dessen filmische Königsklasse der seichte Sonntagskrimi ist, bei dem das Publikum immer wieder mit neuen Enttäuschungen für sein Einschalten bestraft wird. Nebenbei wird die Botschaft vermittelt, daß die Gesetze nicht so wichtig sind, wenn man ein guter Polizist sein möchte. Oder es gibt ästhetische wie inhaltliche Zumutungen wie«Unsere Mütter, unsere Väter«, die Traumquoten erzielen, weil sie der reaktionären Haltung »Opa war in Ordnung« huldigen. Und natürlich werden im deutschen Fernsehen Personen wie Veronica Ferres oder Til Schweiger für ihr Tun in unzähligen Sehen-und-gesehen-werden-Preisverleihungen der Branche belohnt.

Doch es gibt sie, Menschen mit Visionen. Und die gehen damit nicht, wie von Exkanzler Helmut Schmidt gefordert, zum Arzt. Drei von ihnen präsentierten am vergangenen Wochenende mit dem ersten »Obsessive Underground Festival« in Hamburg ihren Gegenentwurf zur bestehenden Filmlandschaft. Erfreulicherweise ohn...

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