01.03.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Klamme Putschisten

Um Staatsbankrott zu vermeiden, brauchen Kiews neue Machthaber üppige Kredite. EU und USA schieben Verantwortung dafür dem neoliberalen IWF zu

Rainer Rupp
Nach drei Monaten schwerer Unruhen hat sich die wirtschaftliche und insbesondere die finanzielle Lage der Ukraine rapide verschlechtert. Die Finanzhilfe, die Moskau Kiew vor dem Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Viktor Janukowitsch versprochen hatte, hat der Kreml erst einmal auf Eis gelegt. Es ging um umgerechnet 15 Milliarden Euro. Solange in Kiew Putschisten an der Macht sind, die sich auch auf die Hilfe faschistischer Banden stützen, wird sich daran vermutlich nichts ändern. Jetzt hoffen die neuen Machthaber auf Hilfe aus dem Westen.

Nach Angaben der »Übergangsregierung« braucht der Staat dringend 35 Milliarden US-Dollar (25,5 Milliarden Euro). Angeblich seien in den kommenden zwölf Monaten 15 Milliarden Dollar nötig, allein um fällige Kredite zurückzuzahlen, den Großteil davon an westliche Gläubiger, etwa drei Milliarden an Rußland. In der EU und den USA wird inzwischen über eine Umstrukturierung der Schulden nachgedacht. Daran wil...

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