28.02.2014 / Ausland / Seite 6

Umstrittene Sonnenbank

Eine kleine Geschichte des Konflikts um die Krim

Reinhard Lauterbach
Die Schwarzmeerhalbinsel Krim – mit etwa 26000 Quadratkilometern und zwei Millionen Einwohnern ist sie etwas kleiner als das Bundesland Brandenburg – kam Ende des 18. Jahrhunderts unter russische Herrschaft. Zuvor hatten dort die osmanische Türkei und ein autonomes Chanat der Krimtataren geherrscht, das sich durch Sklavenraubzüge bis weit nach Polen hinein den Ruf eines »Schurkenstaates« der frühen Neuzeit erwarb. Nach der russischen Eroberung floh ein Großteil der tatarisch- und türkischstämmigen Bevölkerung in die Türkei oder wurde in andere Teile des russischen Reiches und des Balkans umgesiedelt. Was aus russischer Sicht als Besiedlung der Krim mit Siedlern aus allen Teilen des Reiches, aber auch aus Deutschland, wahrgenommen wird, stellt sich aus Sicht der Tataren als ethnische Säuberung dar.

Nach der Oktoberrevolution 1917 herrschten auf der Krim im Wechsel Sowjets, Deutsche und »weiße« Truppen, bevor sich Ende 1920 die Sowjetmacht durc...

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