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26.02.2014 / Feuilleton / Seite 12

Jubel der Woche: Weiser, Kruschke

Jegor Jublimov
Grethe Weiser war nicht die einzige »typische Berlinerin«, die gar nicht aus der Hauptstadt stammte. Sie verkörperte den trockenen Humor und die Schlagfertigkeit der Berliner so treffend, daß sie »eingemeindet« wurde. Morgen vor 111 Jahren kam sie in Hannover zur Welt – und bei einer Komikerin kann man ja auch eine »Schnapszahl« bejubeln! Grethe Nowka, wie sie damals noch hieß, wuchs in Dresden auf und heiratete 1920 einen jüdischen Süßwarenfabrikanten, der während der Inflation viel Geld verlor. Weiser orientierte sich beruflich neu und eröffnete in Berlin ein kleines Cabaret, wo sich seine Frau Grethe, die inzwischen privaten Schauspielunterricht genommen hatte, mit Erfolg in Sketchen und Chansons ausprobierte. Die Ehe zerbrach, aber Grethe Weiser machte Karriere als Soubrette und Komikerin. Im Film übernahm sie seit Beginn der 30er Jahre kleine Rollen, bis 1937 der Durchbruch mit drei Hauptrollen kam. Am bekanntesten ist heute noch »Die göttliche...

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