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04.02.2014 / Feuilleton / Seite 13

Bis zum letzten Marschierer

Woher kam der Erste Weltkrieg? Ein alter Bestseller, neu aufgelegt: »Jahrgang 1902« von Ernst Glaeser

Kurt Pätzold
Eine Ausgabe dieses Buches geriet mir aus dem schmalen Bücherbestand meines Vaters vor sieben Jahrzehnten in die Hände. Die Mehrheit dieser seiner Besitztümer hatte er im Garten eines Genossen vergraben. Bedenke ich es heute, gehörte dieser Band auch zu jenen, die besser nicht vor die Augen der Schnüffler der neuen Machthaber kamen. Denn die Faschisten hatten am 10. Mai 1933 auch ihn in die Flammen geworfen. Seitdem waren zehn Jahre ins Land gegangen und das Kriegsende erkennbar nicht mehr fern. Und dieses Buch erzählte mir vom Weltkrieg, der nun der Erste hieß, denn es tobte nun und noch immer der Zweite.

»Jahrgang 1902« war im Jahr 1928 erschienen, nur wenige Monate bevor der Druck von Erich Maria Remarques »Im Westen nichts Neues« in der Vossischen Zeitung begann. Der Band wurde ein Bestseller und erlebte die Übersetzung in zwanzig Sprachen. Sein Autor gehörte selbst zum Geburtsjahrgang 1902, war also, als der Krieg begann, gerade zwölf Jahre alt. Er,...

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