04.02.2014 / Inland / Seite 5

Fluchtgrund NATO

»Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört«: Aussagen einer Konferenz der Gruppe »Lampedusa in Hamburg«

Martin Dolzer
Warum verlassen Menschen ihre Heimatländer – Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört« war das Motto einer Konferenz der Flüchtlingsgruppe »Lampedusa in Hamburg«, zu der am Samstag 250 Menschen ins Akonda-Eine-Welt-Café in der Hansestadt kamen. Ali Ahmet, ein Sprecher der 300 libyschen Kriegsflüchtlinge, beschrieb deren Situation so: Ihr Leben stehe immer noch auf dem Kopf – »nach einem Jahr Leben auf der Straße, nach drei Jahren seit dem Trauma des NATO-Krieges in Libyen sowie zehn Monaten des Kampfes für die Anerkennung unserer Rechte in Hamburg zwischen der Solidarität aus der Gesellschaft und der Ignoranz der Regierung«.

Vor einem Jahr hatte die EU das Hilfsprogramm »Emergencia Africa Norte« beendet. Die Flüchtlinge wurden trotz ihres humanitären Aufenthaltsstatus aus italienischen Flüchtlingseinrichtungen vertrieben. Ohne Veränderung der rechtlichen Situa­tion, so daß sie endlich ein normales Leben beginnen können, wachse die psych...

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