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30.01.2014 / Inland / Seite 5

»Kasseler Problematik«

NSU-Prozeß. Nebenkläger werfen früherem Verfassungsschützer Temme Falschaussagen vor. Die Ankläger verfügten schon lange über belastendes Abhörprotokoll

Claudia Wangerin, München
Erneut war am Mittwoch im Münchner NSU-Prozeß der ehemals des Mordes beschuldigte Verfassungsschützer Andreas Temme als Zeuge geladen. Für seine Vernehmung zum Kasseler NSU-Mord an dem 21jährigen Halit Yozgat im April 2006 war ein ganzer Verhandlungstag vorgesehen, da Temme bisher nicht schlüssig erklären konnte, warum er im Internetcafé des Opfers nichts davon bemerkt haben will, daß der junge Besitzer nur wenige Meter von ihm entfernt erschossen worden war. Doch der Zeuge mußte am Mittwoch erst einmal warten. Die Nebenklagevertreter der Familie Yozgat beantragten, seine erneute Befragung zu verschieben und vorher Lutz Irrgang, den früheren Chef des hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV), und einen weiteren Mitarbeiter der Behörde als Zeugen zu hören. Anlaß war ein polizeiliches Abhörprotokoll aus Temmes Zeit als Beschuldigter, das die Anwälte in den bisher nicht beigezogenen Akten bei der Bundesanwaltschaft gefunden hatten.

Dem Wortlaut des...

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