22.01.2014 / Inland / Seite 5

Getriebene Beamte

Neonazis eskortiert, Antifaschisten blockiert: Scharfe Kritik an Sachsen-Anhalts Polizeiführung. Die fühlte sich am Samstag in Magdeburg »von Rechten unter Druck gesetzt«

Susan Bonath
Geschlossener Widerstand: Rund 1500 Menschen hatten am Samstag in Magdeburg knapp 1000 Neonazis die Stirn geboten. Es galt, einen der größten rechten Aufzüge, inszeniert als »Trauermarsch für deutsche Opfer im zweiten Weltkrieg«, durch Blockaden zu verhindern. Fast wäre dies gelungen – hätten die fast 3400 Polizisten das braune »Gedenken« nicht mit allen Mitteln durchgesetzt. Dafür spannte sie auch die Deutsche Bahn ein. Kritik an Sachsen-Anhalts Polizeiführung und der Politik kommt von vielen Seiten.

Die Bündnisse »Magdeburg nazifrei« und »BlockMD«, der Verein »Miteinander« sowie Grüne und Linke rügen übereinstimmend, daß der Aufwand, mit dem die Polizei den Neonazis den Weg quasi »freigeprügelt« habe, nicht zu rechtfertigen sei. Sie kritisieren, daß Brücken, Straßen und Bahnhöfe stundenlang gesperrt und Gegendemonstranten an der Teilnahme an genehmigten Kundgebungen gehindert wurden. »Magdeburg nazifrei« und die Grüne Jugend fordern Aufklärung üb...

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