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21.01.2014 / Ausland / Seite 6

Chaos in Kiew

Ukrainische Nationalisten liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei

Reinhard Lauterbach
Die ukrainische Hauptstadt Kiew war am Sonntag und in der Nacht zum Montag Schauplatz der größten Straßenschlachten seit der Unabhängigkeit des Landes vor 22 Jahren. Nachdem am Sonntag mittag eine der routinemäßigen Demonstrationen der EU-Anhänger mit etwa 100000 Teilnehmern begonnen hatte, lösten sich am frühen Nachmittag einige tausend radikale Nationalisten aus der Menge und versuchten, das Regierungsviertel zu stürmen. Es liegt auf einem Hügel oberhalb des Unabhängigkeitsplatzes. Auf der Gruschewskistraße vor dem Stadion des Fußballklubs Dynamo Kiew kam es zu stundenlangen Straßenschlachten. Die gut organisierten Militanten – ihre Unterstützer rissen im Umkreis von mehreren hundert Metern Pflastersteine heraus, zerkleinerten sie in wurfgerechte Stücke und gaben sie nach »vorn« weiter – warfen Steine und Molotowcocktails auf die Polizei; die schoß Blend- und Gasgranaten sowie Gummigeschosse zurück. Die Zahl der Verletzten – auf beiden...

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