Der Schwarze Kanal
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18.01.2014 / Ausland / Seite 7

Indizien statt Fakten

Auftakt des Hariri-Prozesses vor dem Sondertribunal für den Libanon im niederländischen Leidschendam. Anklage gegen fünf Hisbollah-Mitglieder bleibt Beweise schuldig

Jürgen Cain Külbel
Ersterbendes Tempo statt Paukenschlag: Am Donnerstag eröffnete das Sondertribunal für den Libanon (STL) in Leidschendam bei Den Haag den Prozeß gegen die vermeintlichen Mörder des libanesischen Expremiers Rafik Hariri. Die Anklage, die fünf Angehörige der schiitischen Hisbollah-Miliz der Planung und Ausführung des Terroraktes bezichtigt, wiederholte im mehrstündigen Eröffnungsplädoyer bekannte Indizien; harte Beweise präsentierte sie bislang nicht.

Unbekannte Terroristen hatten Hariri am 14. Februar 2005 in Beirut per Lkw-Bombe getötet; 23 Menschen starben, 276 wurden verletzt. Das 2007 vom UN-Sicherheitsrat installierte STL, das die Täter juristisch zur Verantwortung ziehen soll, hatte 2011 Haftbefehle gegen Mustafa Badreddine (52), Salim Ayyash (50), Hussein Oneissi (39), Assad Sabra (37) und 2013 gegen Hassan Merhi erlassen. Den Hisbollah-Mitgliedern, bei allen ist der Aufenthaltsort unbekannt, soll in Leidschendam der Prozeß »in absentia« gemacht wer...

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