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06.01.2014 / Ausland / Seite 7

Rechte Offensive in der Krise

Jahresrückblick 2013. Heute: Ukraine. Oligarchen erhoffen sich im Westen mehr Einfluß. EU-Assoziierung würde Kahlschlag in Volkswirtschaft bedeuten

Reinhard Lauterbach
In die Schlagzeilen kam die Ukraine erst gegen Ende des Jahres 2013: Als Präsident Wiktor Janukowitsch am 21. November erklärte, die Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der EU auf Eis zu legen, kam es in der Hauptstadt Kiew zu Straßenprotesten. Zu den beiden größten versammelten sich an zwei Wochenenden im Dezember jeweils mehrere hunderttausend Demonstranten auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan). Doch diese Proteste waren nicht so spontan, wie sie von den Veranstaltern dargestellt werden. Aus innenpolitischer Perspektive haben sie eine Vorgeschichte. Sie bilden den Höhepunkt einer Kampagne der drei Oppositionsparteien »Vaterland« der inhaftierten Exregierungs­chefin Julia Timoschenko, »UDAR« (Schlag) des von der Konrad-Adenauer-Stiftung aufgebauten Exboxers Witali Klitschko und »Freiheit« des mit der NPD und anderen westeuropäischen Nationalisten ebenso wie mit dem amtierenden US-Botschafter in Kiew vernetzten Vorsitzenden Oleg Tjagnibok. Zie...

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