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20.12.2013 / Ausland / Seite 7

Moskaus Potential

Jahresrückblick 2013. Heute: Rußland. Die westliche Feindseligkeit gegenüber Putins eurasischem Großstaat hat einen neuen Höhepunkt erreicht

Werner Pirker
Wladimir Putins in der vergangenen Woche gehaltene Rede an die Nation erinnerte ein wenig an die Parteitagsreden einstiger KPdSU-Generalsekretäre. Er benannte die Systemschwächen, ließ aber kaum Ansätze zu ihrer Überwindung erkennen. Rußlands neuer Kapitalismus leidet wie der untergegangene Staatssozialismus an seinen bürokratischen Deformationen. Und wie in der Endphase der Sowjetunion ist auch gegenwärtig von einer Stagnationsperiode die Rede.

Die dem Staatschef im Georgjewski-Saal des Moskauer Kreml Beifall klatschten, werden auch weiterhin eine Barriere gegen ernsthafte Veränderungen bilden. Das russische Kapitalismusmodell ist nach wie vor von einem parasitären Etatismus gekennzeichnet: korrupte Staatsbeamte wirtschaften in Symbiose mit den Oligarchen den Staat in die eigene Tasche. Putin nannte in seiner Rede erstmals innere Faktoren als Hauptursache für den Wirtschaftseinbruch. Dazu gehöre die Neigung russischer Unternehmen, Firmen auf Offshore-In...

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