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20.12.2013 / Feminismus / Seite 15

Pseudorevolutionäres zur Mutterschaft

Ihrem Bestseller übers Frausein hat die Schweizerin Michèle Roten ein Buch übers Kinderkriegen folgen lassen

Wer ein Kind bekommt, kann sich vor Ratschlägen kaum retten. Auch Michèle Roten fühlt sich berufen, in ihrem neuen Buch »Wie Mutter sein« ein paar Tips loszuwerden. Von der Schweizer Kolumnistin sagen einige, sie würde den Feminismus wieder schick machen. Darüber läßt sich streiten, doch fest steht: Ihr aktuelles Elaborat wird diesem Anspruch nicht gerecht. Da heißt es zum Beispiel ganz revolutionär: »Gekaufter Babybrei ist in Ordnung! Euer Kind wird nicht glücklicher, klüger, hübscher, braver oder gesünder mit selbst gemachtem Babybrei!« oder »Kinder entwickeln sich tipptopp auch ohne Babyschwimmkurs und Krabbellernkurs und pränatalen Mozart und Babymassagekurs und MuKi-Yoga!« Derlei ist durchaus erheiternd, ist im großen und ganzen aber sehr banal.

Vor zwei Jahren hatte die Kolumnistin des Schweizer Magazins den Bestseller »Wie Frau sein« gelandet und sich darin klar zum Feminismus bekannt. Dann wurde sie Mutter eines Sohnes. Jetzt legt sie nach: In »W...

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