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19.12.2013 / Inland / Seite 5

Zoff um die Ortswahl

Gedenktafel für im Sowjetexil verfolgte Kommunisten an Berliner Zentrale der Linkspartei enthüllt. Befürworter und Gegner redeten aneinander vorbei

Claudia Wangerin
Selten haben Linke so gründlich aneinander vorbeigeredet wie im Streit um die Plexiglastafel, die am Dienstag abend am Berliner Karl-Liebknecht-Haus, der heutigen Zentrale der Partei Die Linke, enthüllt wurde. Bis 1933 waren dort Mitglieder und Funktionäre der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) ein- und ausgegangen. An diejenigen, die zunächst dankbar und voller Elan ins sowjetische Exil gegangen waren, dort aber unter Stalin als vermeintliche Konterrevolutionäre verfolgt und zum Teil ermordet wurden, soll die Gedenktafel erinnern. Sie seien von der konservativen Geschichtsschreibung ebenso ausgeblendet worden wie der kommunistische Widerstand gegen den Faschismus, sagte Linksparteichefin Katja Kipping bei der Enthüllung.

Rund 100 Umstehende applaudierten mehrheitlich; irgendjemand raunte, es sei doch eigentlich viel zu spät und »eine Schande«. Buhrufe kamen von einer Handvoll Gegendemonstranten aus der KPD (Ost) und befreundeter Kleingruppen, die...

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