17.12.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Wiktor als »Verlierer«?

Ukrainischer Präsident Janukowitsch reist geschwächt nach Moskau. Ohne greifbare Verhandlungserfolge droht ihm Machtverlust. Oligarchen gehen auf Distanz

Reinhard Lauterbach
Der Besuch, zu dem der ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch am heutigen Dienstag in Moskau erwartet wird, könnte sich schnell als Wende-, vielleicht auch als Endpunkt seiner politischen Laufbahn erweisen. Janukowitsch muß mit greifbaren Ergebnissen – zumindest Ermäßigungen beim Gaspreis und frischen Krediten – nach Kiew zurückkehren, wenn er sich dort an der Macht halten will. Ansonsten ist absehbar, daß er sich der politischen Offensive der aus dem Ausland unterstützten Pro-EU-Opposition nicht mehr lange wird erwehren können – zumal seine reichen Unterstützer immer mehr auf Distanz gehen.

Als Wiktor Janukowitsch am 21. November entschied, die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU auf Eis zu legen, schien er jemand zu sein, der noch eine Reserveoption im Ärmel hatte: die engere Verbindung mit Rußland. Mit der realpolitischen Bedeutung intensiverer Handelskontakte mit dem nordöstlichen Nachbarn hatte Janukowitsch sein...

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