Der Schwarze Kanal
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13.12.2013 / Feuilleton / Seite 13

»Regeln sind Rhythmus«

Denn Regeln lassen sich brechen. Ein Gespräch mit der Lyrikerin Ann Cotten

Text/Interview: Joshua Groß
Eine Dichterin, die erzählt: Im März erhält Ann Cotten den Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung. Ausgezeichnet wird zwar auch ihr Gesamtwerk, aber in erster Linie ihr Erzählband »Der schaudernde Fächer«, der kürzlich bei Suhrkamp erschienen ist. Die Jury lobte die 31jährige, sie habe »der deutschen Gegenwartssprache auf hochpoetische Weise neue Impulse gegeben«.

Etwas unter ging dabei ihr kleiner Lyrikband, der mit dem stolzen Titel »Hauptwerk: Softsoftporn« schon im Juni im Verlag Peter Engstler rauskam. Zu Unrecht, denn Ann Cottens Gedichte haben einen Drive, wie er der oftmals völlig verkopften deutsche Gegenwartsdichtung in der Regel völlig abgeht: »Halt mich so, daß er aufrecht steht / dein Wort in meiner Eingeweide / wie ein Licht halt mich jetzt hoch«. Inmitten aller Liebes-Angst-Unsicherheit wird sehr bewußt erzählt, gewollt leger, aber immer wieder atemberaubend. »Wir rauchten voller Verlegenheit / Konsens wie ein rosa Ballon / ...

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