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10.12.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

»Epochale Verdummung«

Kritik an PISA-Tests: OECD-Schulvergleichsstudie betont Kompetenzbereiche, die für globale Produktion eingefordert werden. Soziale und künstlerische Fähigkeiten zählen nichts. Ein Gespräch mit Volker Ladenthin

Ralf Wurzbacher
Volker Ladenthin lehrt historische und systematische Bildungsforschung im Bonner Zentrum für Lehrerbildung (BZL) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er ist Gründungsmitglied des Instituts für qualitative Bildungsforschung (IQ Bildung) in Köln. Im Juni erschien von ihm im Schneider Verlag Hohengehren »Wert Erziehung: Ein Konzept in sechs Perspektiven«

Ein Aufatmen geht durch die »Bildungsrepublik«. Bei der internationalen Schulleistungsstudie PISA 2012 sind Deutschlands Schüler in allen drei geprüften Bereichen erstmals über dem Durchschnitt der Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gelandet (jW berichtete). Politik, Wirtschaft und Medien waren nach Veröffentlichung der Ergebnisse in der vergangenen Woche voll des Lobes ob des guten Abschneidens. Allenthalben ist zu hören, der PISA-Schock aus dem Jahr 2000 sei überwunden. Sie sind einer von wenigen, die das nicht erfreut. Warum?

Ich ...

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