07.12.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Schäubles siebter Frühling

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise
Wolfgang Schäuble und Guido Westerwelle erleben beide ihren dritten, nein vermutlich siebten Frühling. Die beiden wichtigsten Minister der vergangenen Regierung lassen keine Sekunde lang den Eindruck aufkommen, die Führungen anderer europäischer Staaten könnten, während in Berlin eine neue Regierung erst noch vom Parlament formal beauftragt werden muß, selber entscheiden, was zu tun ist. Westerwelle hält sich in Kiew auf, ermuntert die Opposition auf dem Maidan-Platz und warnt die ukrainische Spitze davor, die Demonstranten so zu behandeln wie die hessische Regierung jene in Frankfurt. Er droht dem ukrainischen Präsidenten und schilt den russischen. Daß speziell er beim deutschen Wählerpublikum durchgefallen ist, scheint seinen Rede- und Tatendrang noch zu beflügeln.

Auch Schäuble bestätigt uns und der Welt, daß es keinerlei Unterbrechung im deutschen Herrschaftsapparat gibt. Er stürzt sich ins Getümmel der politischen Auseinandersetzung. Er tadelt Jürge...

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