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07.12.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Flirt mit der Deflation

Das Wirtschaftswachstum der Euro-Zone ist gering. Die Inflationsrate ist immer weiter zurückgegangen

Rainer Rupp
In jüngerer Zeit hat die Angst vor der Krise nachgelassen – zumindest in Deutschland, und das trotz der auch dort zunehmenden Armut. Begeistert von ständig neuen Börsenrekordständen sprechen die Propagandisten des Finanzkapitals in Politik und Medien nur noch von wirtschaftlicher Erholung. Aber die Tatsachen sprechen eine andere Sprache. Ungewollt überbrachte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, eine schlechte Nachricht.

In seiner monatlichen Pressekonferenz erklärte er am Donnerstag: »Nach einem Anstieg von 0,3 Prozent im zweiten Quartal 2013 stieg das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euro-Raum um 0,1 Prozent im dritten Quartal.« Wirtschaftliche Erholung sieht anders aus.

Wie in jedem Jahr seit Beginn der Krise 2007/2008 vertröstet uns der EZB-Chef auch dieses Mal, daß es bald wieder besser wird: Für 2014 wird mit einem Wachstum von 1,1 und für 2016 mit 1,5 Prozent gerechnet. Auch solche Raten sind kläglich, sie zerstören...



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