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29.11.2013 / Ausland / Seite 2

»Für den Moment von der Straße vertrieben«

Neonazis verloren in Griechenland nach Mord an linkem Rapper viel Einfluß – vorläufig. Ein Gespräch mit Manos Skoufoglou

Wladek Flakin
Manos Skoufoglou ist Mitglied des antikapitalistischen linken Bündnisses für den Umsturz (ANTARSYA) in Athen und zur Zeit auf Rundreise in Deutschland

Der linke Rapper Pavlos Fyssas, auch Sympathisant des antikapitalistischen Bündnisses ANTARSYA, wurde am 18. September von einem Neonazi ermordet. Wie waren die Reaktionen?

Der Mord im Athener Vorort Keratsini hat sofort eine große Welle militanter antifaschistischer Proteste ausgelöst. In den letzten anderthalb Jahren hatte sich in verschiedenen Teilen Griechenlands eine antifaschistische Bewegung entwickelt, aber noch nicht auf diesem Niveau. Am gleichen Abend versammelten sich mehrere hundert Menschen am Tatort. Am nächsten Tag waren es über 30000 – eine bisher unbekannte Zahl in diesem entlegenen Viertel. Nach einigen Tagen demonstrierten Zehntausende zur Zentrale der Neonazipartei Chrysi Avgi (»Goldene Morgendämmerung«), obwohl alle parlamentarischen Parteien fernblieben. Zumindest für den Moment...

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