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29.11.2013 / Feuilleton / Seite 12

Wie offen verächtlich!

Sophokles’ »Elektra« am Deutschen Theater Berlin

Andreas Hahn
Sprechen wir nicht von der »Elektra« des Sophokles, nicht davon, was diesen Text von anderen Versionen unterscheidet, nicht von Rachedrama und Tyrannenmord. Sprechen wir am besten überhaupt wenig, denn auch in Stefan Puchers Inszenierung des Stückes am Deutschen Theater Berlin (Premiere: 22. November) wird der Text weniger gesprochen als mit freundlichen Distanzgesten weggeworfen. Ab damit in den Papierkorb der Geschichte sozusagen.

Dort befindet sich bereits so manche neue Mythologie, die sich anschickte, den Bildungsballast der Alten notdürftig zu ersetzen. Bei Pucher wären das die ominöse Videoprojektion (Video: Chris Kondek) mit Silhouetten einer Mafia-Familien-Metzel-TV-Serie. Oder direkt auf der Bühne Rudimente einer Rockband, die hier die Funktion des Chores übernimmt. Oder als Geleitwort tragischer Disposition ein paar Lyrics von Charles Manson, Songwriter, Spinner, inhaftierter gemeingefährlicher Mörder.

Wer schon einmal Aufnahmen des im Knast ...



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