30.10.2013 / Thema / Seite 10

Seid laut!

Hintergrund. Kinder und Jugendliche müssen sich selbstbestimmt am öffentlichen Leben beteiligen können. Verbote, kommerzielle Medien und neoliberale Stigmatisierung armer und ­migrantischer Heranwachsender stehen dem entgegen

Michael Klundt
Ein Großteil der Jugendlichen weltweit wird von der Krise des globalen Kapitalismus und von deren politischer Regulation besonders hart getroffen und in vielen ihrer Zukunftsperspektiven beschnitten. Daß die Hälfte aller Minderjährigen weltweit in bitterer Armut lebt, ist keine Neuigkeit. Daß einige von ihnen sich dagegen wehren, auch nicht, sondern eine Frage öffentlicher Wahrnehmung. Doch seit geraumer Zeit und auch verbessert durch technologische Möglichkeiten scheint die Welle der Empörung der Jugendlichen auf praktisch allen Kontinenten nicht abzuebben. Die Bedingungen und Praxen der globalen Jugendöffentlichkeit sind nicht einfach auf einen Nenner zu bringen. Neben der vielleicht gemeinsamen Perspektivlosigkeit und Empörung über Ungerechtigkeiten des Finanzkapitalismus auf seiten vieler junger Menschen in Europa, den USA, in Nord­afrika, Chile, im Nahen Osten usw. hängen die Erscheinungsformen und Inhalte der Auseinandersetzungen auch von den unters...

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