Schwarzer Kanal
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28.10.2013 / Titel / Seite 1

80 Horchposten weltweit

US-Geheimdienste überwachen Merkel seit 2002. Dabei stützen sie sich auf geltende Verträge und die Hilfe von BND und »Verfassungsschutz«

André Scheer
Offenbar schon seit 2002 haben US-Geheimdienste die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel (CDU) und den seinerzeitigen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) abgehört. Das berichteten am Wochenende Bild am Sonntag und Spiegel. Anlaß für die Bespitzelung der treuen Freunde sei die Kritik Schröders am Irak-Kriegskurs von George W. Bush gewesen. Das Credo des damaligen US-Präsidenten nach den Anschlägen vom 11. September 2001, »wer nicht für uns ist, ist gegen uns«, war also offensichtlich nicht nur eine Parole. An mehr als 80 Standorten der Welt, davon 19 in Europa, habe es 2010 gemeinsame Spionagezentren der NSA und der CIA gegeben, berichtete Spiegel online am Samstag abend unter Berufung auf eine Geheimdatei, die dem Nachrichtenmagazin vorliege. In Deutschland seien zwei solcher Horchposten aktiv, einer in der US-Botschaft am Pariser Platz in Berlin, in Wanzenwurfweite zum Regierungsviertel, und ein zweiter in Frankfurt am Main. Der besonderen Aufmerk...

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