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22.10.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

»Zu unappetittlich«

Regierungspropaganda

Peter Wolter
Der NATO-Doppelbeschluß hatte Anfang der 80er Jahre die Bevölkerung in der BRD aufgerüttelt, überall fanden Friedensdemonstrationen statt – selbst in Kleinstädten. Die Bundesregierung zog alle Register, um die Hauptstadtmedien in Bonn an der Leine zu halten: Bundespresseamt und die Pressestellen des Außen- und des Verteidigungsministeriums arbeiteten auf Hochtouren; Korrespondenten wurden in vertraulichen Hintergrundgesprächen mit Regierungsmitgliedern auf Linie gebracht. Es wurde alles getan, um den Doppelbeschluß zu bagatellisieren, die Bedrohung durch den Warschauer Pakt zu überzeichnen und die Friedensfreunde als vertrauensselige Deppen herunterzumachen.

Auch der Verteidigungsstaatssekretär Lothar Rühl – einst ZDF-Korrespondent – ließ seine professionellen Kontakte spielen. Er pflege »seine Pressekonferenzen in Bonn in militärpolitische Oberseminare ausarten ...

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