Gegründet 1947 Donnerstag, 17. Oktober 2019, Nr. 241
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
19.10.2013 / Thema / Seite 10

»Der Tod macht alle frei«

Literatur. Statt positiver Zukunft Untergang: Schriftsteller als Propagandisten eines Krieges gegen Napoleon

Kai Köhler
Die Französische ­Revolution revolutionierte auch die Kriegsführung. An die Stelle der Berufsheere des 18. Jahrhunderts traten Massenaufgebote, Wehrpflicht und oft auch ideologische Überzeugung. Konsequenz war eine Kette von Niederlagen der alten Mächte, die von der Kanonade von Valmy 1792 bis zu Österreichs Untergang bei Austerlitz 1805 und dem von Preußen bei Jena und Auerstedt 1806 führte. Damit war klar: Die napoleonische Hegemonie, die 1806 in Mitteleuropa etabliert war, konnte ohne Aneignung der neuen Methoden nicht gebrochen werden. Die Fürsten mußten das Neue lernen, um das Alte wiederherzustellen.

Das schuf ein neues Betätigungsfeld für nationalistische Schriftsteller. An sich war literarische Kriegspropaganda nicht neu. Auch den absolutistischen Herrschern war ihr Bild in der Öffentlichkeit nicht völlig gleichgültig gewesen, auch ein Friedrich II. von Preußen hatte im Siebenjährigen Krieg seinen Johann Wilhelm Ludwig Gleim und seine Anna Louisa...

Artikel-Länge: 23739 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €