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05.10.2013 / Inland / Seite 4

Mehr Kohle für Vattenfall

Energiekonzern will Tagebau im sächsischen Nochten erweitern. Planungsverband stimmte zu, Gegner protestieren

Susan Bonath
Für Strom müssen Bürger und Kleinbetriebe zusehends tiefer in die Tasche greifen. Schuld sei die Umstellung auf erneuerbare Energien, die sogenannte »Energiewende«, heißt es gern seitens der Energieversorger und einiger Politiker. Im nordostsächsischen Nochten sollen die Bagger dennoch im kommenden halben Jahrhundert weiter rollen. Der Konzern Vattenfall will den größten Tagebau des Landes erweitern, um zusätzliche 300 Millionen Tonnen Braunkohle bis 2060 zu Strom und Geld zu machen. Rund 1600 Menschen sollen dafür ihre Heimat verlassen. Betroffen sind die Gemeinden Trebendorf und Schleife. Deren Ortsteile Mühlrose, Rohne und Mulkwitz würden komplett von der Landkarte verschwinden, wenn das Innenministerium zustimmt. Der Regionale Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien hat den Weg dafür bereits geebnet und das Vorhaben am Dienstag nun mehrheitlich abgesegnet.

Die CDU plädiert seit Jahren für die Ausdehnung des Tagebaus. Deren Landtagsabgeordneter un...

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