04.10.2013 / Titel / Seite 1

Al-Qaida droht Türkei

Islamistische Terrorgruppe aus Syrien bekennt sich zu Anschlag in Grenzstadt Reyhanli. Ultimatum an Regierung in Ankara, von der sie eigentlich unterstützt wird

Nick Brauns
Rund fünf Monate nach zwei Autobombenanschlägen in der türkisch-syrischen Grenzstadt Reyhanli, bei denen über 50 Menschen getötet worden waren, hat sich die zu Al-Qaida gehörende Gruppe »Islamischer Staat im Irak und Syrien« (ISIS) dazu bekannt. Das berichtete die Zeitung Zaman am Dienstag. Die türkische Regierung hatte nach den Anschlägen vom 11. Mai türkische Linksradikale und den syrischen Geheimdienst für den Terrorakt verantwortlich gemacht. Dokumente des Nachrichtendienstes der Militärpolizei, die von der linksradikalen Internetaktivistengruppe Red Hack veröffentlicht wurde, zeigten bereits damals, daß türkische Behörden von der Vorbereitung der Anschläge durch Al-Qaida in Syrien informiert waren (siehe jW vom 25. Mai und 26. August). Mit den dem syrischen Geheimdienst angelasteten Anschlägen im Vorfeld eines Treffens des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan mit US-Präsident Barak Obama sollte offenbar Stimmung für eine NATO-Militärin...

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