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04.10.2013 / Inland / Seite 8

»So etwas nennt man arbeitsrechtliche Sanierung«

Der US-Modekonzern Abercrombie & Fitch unterliegt im Verfahren um absurd verschobene Arbeitszeiten. Ein Gespräch mit Heiko Hecht

Conrad Wilitzki
Heiko Hecht ist Fachanwalt für ­Arbeitsrecht in Hamburg

Die Modekette Abercrombie & Fitch hatte in ihrer Hamburger Filiale den Beginn der Nachtschicht von 22 auf vier Uhr morgens verschoben. Dagegen sind die Betroffenen mit Ihrer Hilfe vor Gericht gezogen – wie ist das Verfahren ausgegangen?

Den Angestellten, die sich geweigert hatten, wurde am 15. Juli gekündigt, Ende Juli habe ich dann die Mandate übernommen. Wir haben das Verfahren von Anfang an geführt und jetzt erreicht, daß diese Mitarbeiter Abfindungen bekommen, die höher sind als der übliche Satz. Sie wurden bei voller Gehaltszahlung freigestellt, außerdem gab es die Zusage, daß sie gute Arbeitszeugnisse erhalten.

War die Verschiebung der Arbeitszeiten denn rechtswidrig?

Die Arbeitgeberseite hatte von vornherein schlechte Aussichten, unsere Position war nämlich sehr stark: Von den 35 gekündigten Beschäftigten haben sich 32 Kläger von unserer Kanzlei vertreten lassen. Wenn man so vielen Mensc...

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