02.10.2013 / Sport / Seite 16

Eintracht mit Nazis

Zu den Stadionverboten, die der Braunschweiger Fußball-Erstligist gegen die »UB 01«-Ultras ­verhängte

Lucas Zimmerer
In Braunschweig sind alle Eintracht-Fans, von den Stadtoberen bis zum kleinen Mann auf der Straße«, behauptete Torsten Lieberknecht. Allzu sehr dürfte der Eintracht-Trainer damit nicht übertrieben haben. Und so verwundert es vielleicht nicht, daß es in der Braunschweiger Fanszene auch Clubs und Einzelpersonen gibt, die – vorsichtig gesagt – eine gewisse Affinität zu rechtem Gedankengut aufweisen. Im Stadion und dort besonders in der Südkurve wird dies, allen Lippenbekenntnissen zum Trotz, nicht nur toleriert, sondern sogar akzeptiert. Eintracht ist alles, lautet das alle Widersprüche wegwischende Motto.

»Wir stören uns nicht daran, solange diese Leute uns nichts tun« brachte es Eintracht-Vorsänger Thilo Götz im letzten Jahr gegenüber 11 Freunde auf den Punkt. Nur ein kleines gallisches Dorf in Form der Ultra-Gruppierung »UB 01« will sich damit nicht abfinden und engagiert sich seit Jahren gegen Rassismus, Antisemitismus und Homophobie –...

Artikel-Länge: 3190 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe