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24.09.2013 / Feuilleton / Seite 12

Und was liest du so?

Das Altern der 68er-Generation. »Die letzte Kommune«, ein vortreffliches Stück am Berliner Grips

Anja Röhl
Die letzte Kommune« am Gripstheater ist ein großer zeitgenössischer Wurf. Das übergreifende Thema heißt: Wie wollen wir leben? Dramaturgisch, sprachlich und schauspielerisch ist es punktgenau getroffen.

Peter Lund hat hier ein ideales Dreigenerationenstück geschrieben, Franziska Steiof hat es inszeniert. Einfühlsam wird das Altern der 68er-Generation beschrieben. Nicht als Rührstück. Immer noch politisch auf der Höhe, agieren die Altgewordenen (»In jedem alten Sack steckt ein junger Sack, der sich wundert, was mit ihm passiert«) situativ unerwartet, witzig und unkonventionell. Dabei zeigen sich durchaus auch Altersstarrsinn, Altersrührseligkeit und zeitweilige Verwirrtheit. Geblieben ist: Der Kampf um Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit. Diese Alten lassen sich nicht entmündigen oder einfach so »in den Euthanasie-Kindergarten«, ein Synonym für Altenheime, abschieben.Der Witz entsteht durch den Abstand, den ihre Position zur heutigen Enkelgeneration auf...

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