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21.09.2013 / Feuilleton / Seite 13

Nur keinen Streit vermeiden

Unter vier Augen

Jutta Resch-Treuwerth
Würden sich Paare, als Liebespartner oder in Koalition lebend, genauso streiten wie die Politiker als Vertreter ihrer Parteien, die wir an diesem Wochenende wählen können, käme es wahrscheinlich nicht nur zu einem Anstieg von Trennungen, sondern auch zu Mord und Totschlag. Es würde beleidigt, vorgeführt, beschuldigt, angeklagt, provoziert, ins Wort gefallen, überschrien, gelogen, mit der Macht geklimpert. Es ginge nicht darum, Lösungen für vorhandene Konflikte zu finden, sondern den Gegner aus allen Kanonenrohren zu beschießen. Aber wer schreit, hat Unrecht, sagen kluge Kinder, wenn sie lautstarke Rangeleien beenden wollen. Vergessen wir also alles, was uns da in den vergangenen Wochen an »Streitkultur« zugemutet wurde, und machen wir uns einen eigenen Kopf. Beim Gang zur Wahlurne und bei den häuslichen Auseinandersetzungen mit ihm und ihr.

Natürlich fliegen auch in den Partnerschaften die Fetzen. Eine intakte Beziehung braucht die Auseinandersetzung. Ge...

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