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18.09.2013 / Feuilleton / Seite 12

Teutsche Feste

Der Historiker Kurt Pätzold hat ein Buch über den Krieg von 1813 und dessen Fortleben geschrieben

Arnold Schölzel
Von Zeit zu Zeit gelingt es: Die reaktionärsten Gruppen einer Gesellschaft stellen sich an die Spitze einer mehr oder weniger spontanen Massenbewegung und führen sie zum Erfolg zu eigenem Nutzen. Vor allem in Deutschland klappte das in den vergangenen 200 Jahren mit einiger Regelmäßigkeit – von 1813 bis vorläufig 1989/90. Karl Marx nannte das 1844: »Wir haben nämlich die Restaurationen der modernen Völker geteilt, ohne ihre Revolutionen zu teilen.« Der offiziöse, in Schulbüchern und historischen Abhandlungen gepflegte deutsche Mythos um 1813 lautet, es habe sich um einen Befreiungskrieg gegen Napoleon gehandelt. Von seiten der Ausgeplünderten und den vornehmlich von ihren deutschen Fürsten in den Feldzug nach Rußland 1812 Gepreßten war es einer. Von seiten Preußens, Österreichs und Rußlands sowie aller deutschen mittleren Fürsten, die sich anschlossen, als das Blatt sich gegen Napoleon gewendet hatte, war es ein Krieg gegen die Revolution. Letzteres...

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