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05.09.2013 / Inland / Seite 2

»Es müßte deutlich mehr Unmut geben«

Erhöhung des Büchergeldes für Stipendiaten kommt denen zugute, die es nicht nötig haben. Ein Gespräch mit Erik Marquardt

Ralf Wurzbacher
Erik Marquardt ist Vorstandsmitglied beim »freien zusammenschluß von studentInnenschaften« (fzs), dem bundesweiten Dachverband von Studierendenvertretungen

Pünktlich zum Start des Wintersemesters und nur drei Wochen vor der Bundestagswahl hat die Bundesregierung das sogenannte Büchergeld für Stipendiaten der zwölf Begabtenförderungswerke von 150 auf 300 Euro erhöht. Sie haben kommentiert: »Endlich mehr Geld für Reiche!« Warum so zynisch?

Die Regierung hat das Büchergeld in dieser Legislaturperiode um 275 Prozent erhöht und damit hauptsächlich Studierende gefördert, die es gar nicht nötig haben. Uns wird häufig Neid vorgeworfen, wenn wir Elitenförderung kritisieren. Da dachten wir uns, daß es opportun sei, wenn wir das Ganze auch mal loben.

Was genau hat es mit dem Büchergeld auf sich?

Ein Stipendium setzt sich normalerweise aus drei Teilen zusammen: Erstens bieten Stipendienwerke Veranstaltungen, Kurse und Netzwerke. Zweitens gibt es eine Förderung, die m...

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