Der Schwarze Kanal
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06.08.2013 / Titel / Seite 1

Kein Wasser für Roma

Ungarische Kommune stellt Versorgung für Siedlung ein. Kulturhauptstadt Europas, Kosice, errichtet landesweit 14. Mauer gegen Nachbarn

Arnold Schölzel
Trotz extremer Hitze hat die Verwaltung der nordungarischen Stadt Ózd eine Roma-Siedlung von der Wasserversorgung abgeschnitten. Zur Begründung erklärte das Rathaus, die Roma würden Wasser »verschwenden«, das sei zu teuer für die Stadt. Ózd wird von Politikern der in Budapest regierenden rechtsnationalen Partei Fidesz, des Ministerpräsidenten Viktor Orbán verwaltet. Sie ist Mitglied der von CDU und CSU dominierten Europäischen Volkspartei (EVP). In der betroffenen Roma-Siedlung haben die Bewohner kein fließendes Wasser in den Wohnungen. Sie müssen sich deshalb an Hydranten auf der Straße versorgen. Doch gab es dort auf Anordnung der Stadt an diesem Wochenende teils gar kein Wasser, teils nur in sehr dünnem Strahl. In Ungarn stiegen die Temperaturen am Sonnabend und Sonntag auf 37 Grad im Schatten, die Hitzewelle soll weiter andauern.

Ungarns linke Oppositionsparteien protestierten gegen die Maßnahme. Sie sei nicht nur unmenschlich, sondern auch rechtswid...

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